Die Baukoordination stellt durch die Einbindung der Bauherrschaft und die Bestellung von zusätzlichen, für den ArbeitnehmerInnenschutz verantwortlichen Personen in der Vorbereitungs- und Ausführungsphase sicher, dass Bauarbeiten in Bezug auf Sicherheit und Gesundheitsschutz koordiniert werden und gegen besondere Gefahren zusätzliche Maßnahmen getroffen werden. Die Baukoordination ist auf Baustellen bei größeren Bauführungen (31 Arbeitstage, 21 Beschäftigte oder 501 Personentage) zu bestellen, um die Einhaltung des SIGE-Plan zu kontrolliert.

Eine Baustellenkoordination wird von der Bauherrschaft/Projektleitung bestellt, wenn auf der Baustelle gleichzeitig oder aufeinander folgend ArbeitnehmerInnen mehrerer Unternehmen tätig werden.

Pflichten:

  • Beratung der ausführenden Unternehmen zu den Regelungen des SiGePlans und der Unterlagen bei deren Ermittlung und Berwertung der Gefahren und der Festlegung von Schutzmaßnahmen
  • Koordination der ausführenden Unternehmen bei der Umsetzung der Grundsätze der Gefahrenverhütung gemäß ASchG der konkreten Arbeitsschutzbestimmungen und der Sicherheitsmaßnahmen
  • Überwachung der ordnungsgemäßen Anwendung der Arbeitsverfahren durch die ausführenden Unternehmen und Koordination der Aufsichtspersonen und deren Vertreter bei ihrer Aufsichtstätigkeit
  • Besichtigung der Baustelle in entsprechenden Intervallen
  • die Baustellenkoordination achtet darauf, dass der SiGePlan angewendet und eingehalten wird
  • Anpassung des SiGePlans und der Unterlagen unter Berücksichtigung des Fortschritts der Arbeiten und eingetretener Änderungen, falls dies zum Schutz der ArbeitnehmerInnen erforderlich ist
  • bei Änderungen des SiGePlans und der Unterlagen ist die Baustellenkoordination verpflichtet, die Änderungen schriftlich festzuhalten und die Bauherrschaft/Projektleitung zu informieren

Die Funktion und Pflichten in Rahmen der Baukoordination sind in der ÖNORM B 2107-1 festgelegt.